Baunebenkosten: Die unterschätzten Kosten beim Hausbau
Viele denken beim Hausbau zuerst an den Preis des Hauses. Doch dieser macht nur einen Teil der tatsächlichen Gesamtkosten aus. Ein oft unterschätzter Kostenblock sind die sogenannten Baunebenkosten – und genau sie entscheiden darüber, ob die Finanzierung am Ende wirklich aufgeht.
Je nach Projekt, Grundstück und Region liegen die Baunebenkosten in der Praxis häufig bei rund 10 bis 20 Prozent der Gesamtinvestition. Bei einem Hauspreis von 400.000 Euro können also schnell zusätzliche 40.000 bis 80.000 Euro entstehen.
Was zählt zu den Baunebenkosten?
Baunebenkosten setzen sich aus vielen einzelnen Positionen zusammen, die auf den ersten Blick nicht immer offensichtlich sind:
- Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland ca. 3,5–6,5 %)
- Notar- und Grundbuchkosten
- Erschließungskosten (Straßen, Gehwege, Versorgungsleitungen)
- Hausanschlüsse für Strom, Wasser, Abwasser, Telekommunikation
- Baugenehmigung, Prüfgebühren und Gutachten
- Außenanlagen wie Terrasse, Wege, Einfahrt oder Garten
- Bemusterung und Sonderwünsche, die über den Standard hinausgehen
- Nebenkosten während der Bauzeit (z. B. Bereitstellungszinsen)
Viele dieser Kosten entstehen schrittweise – oft erst dann, wenn die Planung bereits weit fortgeschritten ist. Genau deshalb werden sie häufig zu spät vollständig eingeplant.
Warum werden Baunebenkosten so oft unterschätzt?
Ein Grund ist, dass Hauspreise meist sehr präsent kommuniziert werden – Baunebenkosten dagegen selten auf einen Blick sichtbar sind. Hinzu kommt, dass sie von Projekt zu Projekt stark variieren und stark vom Grundstück, der Region und den individuellen Entscheidungen abhängen.
Wer sich ausschließlich auf den Hauspreis konzentriert, hat schnell eine Finanzierung, die auf dem Papier passt – in der Realität aber zu eng kalkuliert ist.
So vermeidest du böse Überraschungen
Der wichtigste Schritt ist, frühzeitig ein realistisches Gesamtbild zu entwickeln. Dazu gehört:
- Baunebenkosten von Anfang an mitzudenken – nicht erst nach Vertragsabschluss
- Preisangaben immer im Kontext der Gesamtkosten zu betrachten
- Einzuplanen, dass individuelle Wünsche fast immer Zusatzkosten verursachen
- Puffer einzuplanen, um flexibel reagieren zu können
Genau hier setzt CASAI an. Statt sich nur auf den Hauspreis zu konzentrieren, kannst du mit CASAI auch Themen wie Baunebenkosten, Kostenstrukturen und Zusammenhänge besser verstehen und realistisch einordnen. So entsteht ein ehrliches Gesamtbild – lange bevor es finanziell eng wird.
Denn am Ende gilt: Nur wer alle Kosten kennt, kann fundierte Entscheidungen treffen und sicher planen.